CMD – Warum die Zähne schuld sein können, wenn einem schwindelig ist

CMD Symptome – Welche Symptome können auf eine CMD hindeuten?
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Thema CMD: Können die Zähne schuld sein am Schwindel?

Schwindel, Kopfschmerzen oder Tinnitus: Hinter diesen Beschwerden verbirgt sich oftmals eine ungeahnte Ursache. Häufig sind die Zähne für Schwindel verantwortlich - genauer genommen eine CMD. Bei dieser handelt es sich um eine Kieferfehlstellung (craniomandibuläre Dysfunktion). Kieferfehlstellungen können sich nicht nur auf die Zähne, sondern auf den gesamten Körper auswirken.

Welche Ursachen liegen einer craniomandibulären Dysfunktion zugrunde?

Einer Kieferfehlstellung können verschiedene Ursachen zugrunde liegen. Die craniomandibuläre Dysfunktion kann genetisch bedingt sein. Doch auch kieferorthopädische Eingriffe oder eine Veränderung der Bisslage tragen zur Entstehung einer Kieferfehlstellung bei.

Stress ist ein weiterer Faktor, der bei der Entstehung einer Kieferfehlstellung eine wichtige Rolle spielt. In stressigen Situation knirschen viele Menschen mit den Zähnen. Dieser sogenannte Bruxismus ist im Schlaf besonders ausgeprägt. Dauerhaftes Zähneknirschen kann ebenfalls zu einer Kieferfehlstellung führen. Sogar scheinbar in keinem Zusammenhang stehende Ursachen wie eine schiefe Körperhaltung können die Bisslage verändern. Daher sollte man unbedingt einen Zahnarzt aufsuchen, wenn ein schmerzender Kiefer Schwindel verursacht.

Was sind die Symptome einer craniomandibuläre Dysfunktion?

Da die Ursachen für eine Kieferfehlstellung derart vielfältig sind, sind es auch die Symptome. Diese können von Kieferknacken über Zahnschmerzen bis hin zu Schwindelanfällen reichen. Doch wie kann es sein, dass ein schmerzender Zahn ein Schwindelgefühl auslösen kann? Die Gelenke und Muskeln in der Kieferpartie sind mit dem Innenohr verbunden.

Da das Gleichgewicht hauptsächlich durch das Innenohr gesteuert wird, kann eine CMD aufgrund des Einflusses auf das Innenohr zu Schwindel führen. Vor allem das Innenohr ist für den Gleichgewichtssinn sehr wichtig, da sich hier die sogenannte Labyrinth-Struktur befindet. Diese Struktur besteht aus drei Kanälen, die mit einer Flüssigkeit gefüllt sind. Bei Bewegung sorgt die Flüssigkeit für den Gleichgewichtssinn. Über das Schläfenbein ist das Innenohr mit dem Unterkiefer verbunden.

Da das Kieferbein auch mit der Wirbelsäule verbunden ist, können Muskelverspannungen an Hals und Rücken zu Schwindelgefühlen führen. Viele Menschen leiden unter einer Fehlstellung der Wirbelsäule, die durch eine Fehlhaltung hervorgerufen wurde. Somit stellt sich ein Kompensationsmechanismus ein, der die Kiefermuskeln in Mitleidenschaft zieht. Durch die vielen Verspannungen kommt es zu Schwindel oder gar zu einer Ohnmacht.

Wie kann man eine craniomandibuläre Dysfunktion diagnostizieren?

Dass schmerzende Zähne für Schwindel verantwortlich sein könnten, ist in der Regel nicht die erste Vermutung, die ein Arzt aufstellt. Patient*innen werden zuerst auf Herzkrankheiten oder Kreislaufstörungen untersucht. Kann man eine derartige Erkrankung ausschließen, ist es lohnenswert, sich an einen Zahnarzt zu wenden. Dieser betastet die Kiefermuskulatur und analysiert die Zahnstellung.

Wie kann man eine craniomandibuläre Dysfunktion behandeln?

Die Behandlung der CMD ist von Patient*in zu Patient*in verschieden. Allen Patient*innen ist jedoch gemein, dass die Zähne zu Schwindel führen. In den meisten Fällen wird eine Aufbissschiene verschrieben. Diese muss regelmäßig getragen und auch fortwährend an die neue Zahnstellung angepasst werden. Dabei ist ein ganzheitlicher Behandlungsansatz sehr wichtig. Es sollen nicht nur Symptome bekämpft werden - die Ursache für den Schwindel muss festgestellt werden. Neben einer zahnärztlichen Behandlung kann die Behandlung durch einen Physiotherapeuten oder einen Osteopathen hilfreich sein. Mithilfe von Massagen und gezielten Muskelübungen lassen sich Verspannungen zumindest lindern. Zusammen mit dem Einsatz einer Aufbissschiene führen diese Maßnahmen in den meisten Fällen zu einer beachtlichen Besserung, wenn nicht einer vollständigen Genesung.

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