Füllen oder versiegeln?

Füllung bei Karies

Wenn eine Karies tiefer in den Zahn eingedrungen ist, ist eine Füllung in den meisten Fällen unvermeidlich. Die Füllungsmethoden sind heute so ausgereift und zahnfarben, dass Sie nach Ende der Behandlung beim Blick in den Spiegel glauben können, der Zahn wäre nachgewachsen.

Wurzelfüllung bei Karies

Erst bei einer sehr tiefen Karies ist eine Wurzelfüllung manchmal unvermeidbar. Wenn Sie regelmäßig zur Kontrolle Ihrer Zähne zu uns kommen, können wir das verhindern.

Früherkennung

Es gibt dank unseres modernen Diagnostikequipments die Möglichkeit, eine beginnende Karies frühzeitig zu entdecken. In diesen Fällen ist es dann oft möglich, die soeben befallene Stelle zu versiegeln.

Versiegelung + ICON

Fissurenversiegelung

Unter Fissuren versteht man die tiefen Stellen in den Kauflächen Ihrer Seitenzähne. Diese sind oft die ersten Bereiche in denen sich Verfärbungen bilden. Aus diesen kann dann möglicherweise eine Karies entstehen. Damit das nicht passiert, können wir rechtzeitig mit dem Laser die Fissur sterilisieren und diese dann mit einem Lack dünn verschließen. Solche Fissurenversiegelungen sind sehr haltbar und verhindern nachweislich das Entstehen einer Karies.

Zwischenraumversiegelungen (ICON)

Seit einigen Jahren gibt es die Möglichkeit, auch im Zahnzwischenraum beginnende Karies zu versiegeln. Das Verfahren heißt ICON und ist von der Charité in Berlin wissenschaftlich untersucht und freigegeben worden. Frau Dr. Ann-Kathrin Meyer hat ihre Dissertationsarbeit zu diesem Thema geschrieben und ist in Ihrem Fach sehr versiert.
Sie brauchen dafür 2 Termine: im ersten Termin legen wir Ihnen einen Gummiring zwischen die zu behandelnden Zähne. Das dauert maximal eine Minute. Einen Tag später können wir in den so leicht erweiterten Zwischenraum die Versiegelung einbringen. Der Zwischenraum verengt sich nach Entfernen des Gummiringes wieder und Ihr Zahn ist geschützt.

Amalgamentfernung

Sollten Sie noch mit Amalgam gefüllte Zähne haben, ist eine konsequente Entfernung möglich. Dazu gehört:

Anlegen von Cofferdam

Cofferdam ist ein Spanngummi, das über die zu behandelnden Zähne gespannt wird und so den Kontakt von herausgeschliffenem Amalgam mit Ihrer Mundschleimhaut verhindert. Ein Verschlucken von Amalgamresten ist damit ebenfalls ausgeschlossen.

Spezialfräse

Verwendung einer Spezialfräse, die bei einer definierten Drehzahl keine Quecksilberdämpfe freisetzt. Diese Fräse hebt nur Späne ab, die dann mit Hilfe von entsprechenden Absaugern entfernt werden.

Ausleitung von Quecksilber

Medikamentöses Ausleiten von Quecksilber bei chronischen Quecksilbervergiftungen. Die Ausleitung führt sinnvollerweise Ihr Hausarzt durch, um Ihren allgemeinen Gesundheitszustand zu berücksichtigen und den Verlauf der Therapie zu kontrollieren.

Moderne Absaugtechnik

Unsere professionelle und moderne Absaugtechnik fängt auch kleinste Späne oder Partikel zuverlässig ein.

Kunststoff-Füllungen

Keramikverstärkte Hochleistungspolymere für den kaudrucktragenden Seitenzahnbereich und für die Frontzähne Kunststoffe, die im Schichtverfahren angewendet werden liefern hervorragende ästhetische Ergebnisse. Sie sind heute Stand der Technik.

Seitenzahnbereich

Für den Seitenzahnbereich wenden wir seit 1996 ein keramikverstärktes Hochleistungspolymer an, das im Laufe der Zeit immer weiter optimiert wurden. Heute können wir auf zum Teil fast 20-jährige Füllungen dieses Typs zurückblicken und feststellen, dass die Haltbarkeit solcher Restaurationen für sich spricht. In den unteren Zahnschichten gelasert, mit bewährtem Haftsystem versehen und dann im Schichtverfahren aufgebaut erreichen diese Füllungen heute eine Präzision und eine Ästhetik, die vom Keramikinlay nur noch schwer zu unterscheiden ist.

Frontzahnbereich

Für den Frontzahnbereich arbeiten wir mit einem speziellen Kunststoff, der eine naturidentische Schichtung zulässt. Wir arbeiten direkt an Ihrem Zahn in ähnlicher Weise wie es der Keramik-Zahntechniker für hochästhetische Kronen im Labor tut: es wird zunächst die tiefe Zahnschicht (Dentin) rekonstruiert. Das Dentin hat eine andere Farbe und eine andere Transparenz als der Zahnschmelz. Anschließend wird der Zahnschmelz in der passenden farbe aufgeschicktet. In den Zahnschmelz werden kleinste unterschiedliche Farbpigmente eingelagert, die den Nachbarzähnen nachgeahmt werden. Als Abschluss erfolgt der Aufbau der Schneidekante, die wiederum in ihrer Transparenz anders ist als der übrige Zahnschmelz.