Diagnose CMD: Die Craniomandibuläre Dysfunktion

Die Leitsymptome wurden festgestellt, der Befund über Funktionsdiagnostik gesichert: Diagnose CMD. Vor dieser Situation stehen jedes Jahr zahlreiche Patienten und Ärzte. Für beide Seiten eine Herausforderung. Zum Start unseres Blogs wollen wir aus diesem Grund einen kleinen Überblick geben und die wichtigsten Informationen kurz zusammenfassen. Denn die CMD Symptome sind ebenso zahlreich und vielfältig wie lästig. Damit die CMD Behandlung erfolgreich sein kann, muss nicht nur das Verhältnis zwischen Arzt und Patient stimmen, sondern auch die Absprache zwischen Ärzten verschiedener Fachbereiche einwandfrei laufen. Denn die Kraniomandibuläre/Craniomandibuläre Dysfunktion, auch als Myoarthropathie oder Costen Syndrom bezeichnet, bringt besondere Herausforderungen mit sich. Bei der CMD Therapie muss oftmals interdisziplinär an einer Lösung gearbeitet werden, um die Erfolgschancen zu optimieren. Eine gute Okklusionsschiene (umgangssprachlich in diesem Kontext oft als CMD Schiene bezeichnet) alleine reicht im Regelfalle nicht aus. Auch eine gute CMD Physiotherapie ist zwingend notwendig, von der Betreuung durch einen kompetenten Zahnarzt einmal ganz abgesehen. Nicht zu unterschätzen ist in diesem Kontext der Punkt Weiterbildung. Für viele medizinische Fachrichtungen gibt es extra CMD Fortbildungen, die über Möglichkeiten und Risiken der verschiedenen Therapiemöglichkeiten aufklären. Vonseiten des Arztes sollte hier auf die stetige Nutzung von Weiterbildungsmöglichkeiten geachtet werden, vonseiten des Patienten auf das Vorhandensein entsprechender Nachweise.

Was ist CMD?

Die Craniomandibuläre Dysfunktion bezeichnet eine Gruppe von Fehlregulationen der Muskel- oder Gelenkfunktionen des Kauapparats (auch: Craniomandibulärsystem). Die Symptome können hierbei stark variieren, typisch sind die folgenden Befunde: • Eingeschränkte Möglichkeit zur Öffnung des Kiefers • Probleme beim Schlucken • Reiben/Knacken beim Bewegen der Kiefermuskulatur • Schmerzen im Kieferbereich (Zähne, Mundbereich allgemein) bzw. auch in Gesicht, Kopf, Nacken, Schulter oder Rücken. • Ohrenschmerzen/Tinnitus • Schwindelanfälle • Brustschmerzen/Herzprobleme • Migräne • Augenprobleme Der erste Ansprechpartner für den Patienten ist in jedem Falle der Zahnarzt. Denn eine Folgeüberweisung ist häufig, aber nicht immer notwendig. Auch rein organisatorisch sollte in jedem Fall ein Zahnarzt sämtliche Therapiemaßnahmen organisieren und die direktive Übernehmen. Fachärzte aus anderen Bereichen können bei der Craniomandibulären Dysfunktion nur unterstützend eingreifen. Für die Erstellung des ganzheitlichen Behandlungsplans sind sie nicht die erste Wahl.

Wie lässt sich die Effektivität einer CMD Therapie steigern?

Von entscheidender Bedeutung für den Erfolg einer CMD Behandlung sind vor allem zwei Dinge:
• Die medizinische Qualifikation des federführenden Zahnarztes
• Die Führungsqualitäten des federführenden Zahnarztes bei einer interdisziplinären Behandlung in Kooperation mit Ärzten aus anderen Fachbereichen.
Wir verwenden ein speziell auf die CMD Diagnostik zugeschnittenes Programm (CMDexellence, entwickelt von Dr. Christian Köneke und Gert Groot Landeweer, einem Osteopathen aus der Nähe von Freiburg) erleichtert die Anamnese, Diagnose und auch die Zusammenarbeit mit anderen Ärzten. Auch die Abrechnung wird durch diverse nützliche Features und Anbindungen an Abrechnungsprogramme deutlich transparenter. Das Programm ist auch deshalb einzigartig und von der Bedienung her extrem praxisnah, da es mit Wissen um die tatsächlichen Abläufe bei der CMD-Diagnostik konzipiert wurde.